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Thematische Residenz: Culture of Hacking



Eine thematische Residenz zur Entwicklung eines praktischen und spielerischen Tools in einer Atmosphäre der Solidarität und des Austauschs

Diese Residenz folgt auf die thematische Residenz «Culture of permanence» von 2016, in der Kunstschaffende und Praktizierende gemeinsam ein Projekt um die Stichworte Permakultur, Communities of Practice und Peer-to-Peer entwickelten. Sie richteten dabei einen Garten ein und entwickelten ein Konzept für die Nutzung einer Parzelle. Wir möchten diese Arbeit zu den Themen Peer-to-Peer, Community of Practice und Gemeinschaftseigentum fortsetzen und auf ein Tätigkeitsfeld anwenden, das dringende, spezifische Bedürfnisse betrifft.

Die sogenannte Migrationskrise in Europa und die Ankunft von Flüchtlingen über das Mittelmeer zeigen die schrecklichen Fluchtbedingungen und die Probleme der Einwanderungspolitik auf und lösen Debatten über die Flüchtlingsaufnahme aus. Sie regen aber auch an zu Bürgerinitiativen zur Förderung von Solidarität und Austausch. Wir wollen in diesem Bereich arbeiten und dabei die karitative oder neokolonialistische Sichtweise hinter uns lassen und stattdessen praktische Lösungen entwickeln, und zwar gemeinsam mit den unmittelbar Betroffenen: den Flüchtlingen. Nach ersten Recherchen haben wir festgestellt, dass eine Smartphone-App ein gemeinsames Thema bzw. Ziel für eine Community of Practice sein könnte. Wir wollen so einen Prozess anstossen, in dem das Wissen, die Kompetenzen und die Techniken aller Beteiligten in einem gemeinsamen Bestreben anerkannt und verwertet werden.

Auf der Grundlage von Geselligkeit, Freude und Austausch als Leitprinzipien des Projekts soll ein praktisches, nützliches und spielerisches Tool entstehen. In der ersten Phase werden wir eine Gruppe aus Kunstschaffenden und Praktizierenden sowie Migranten bzw. Asylsuchenden bilden, um zunächst über die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für die Schaffung eines solchen Tools nachzudenken. Wir wollen uns dabei von sozialinnovativen Methoden inspirieren lassen und sie mit künstlerischen Strategien und Experimenten bereichern und abwandeln (engl. «hacken»). In der zweiten Phase werden wir Anfang 2018 einen «Hackathon» veranstalten und das entworfene Tool praktisch umsetzen.

Diese thematische Residenz wird organisiert von Sally De Kunst (Arc-Leiterin), Gosie Vervloessem (Künstlerin) und Julien Vuilleumier (Anthropologe).

TeilnehmerInnen: Anaïs Bloch, Sally De Kunst, Arielle Grasser, Ali Mohammadi, Jose Niangu Nginamau, Lamine Sanha, Marion Thomas, Gosie Vervloessem undJulien Vuilleumier.

Experte: Miguel Angel Alarcón Molina, Nicolas Nova, N.N.