Gast

Ward Goes


Design und bildende Künste sind für Ward Goes aufgrund seines Backgrounds in Design und Kulturanthropologie nicht nur einflussreiche Instrumente, sondern auch repräsentativ für ihren soziokulturellen und politischen Kontext. Seine Aufgabe als Designer beinhaltet den Einsatz von Designtechniken als wichtiges Element in der Erforschung des Gegenstandscharakters von Information. Dies nicht um die (Un-)Gerechtigkeit von bestimmten visuellen Systemen offenzulegen, sondern um die Rolle des Designs und des Designers zu hinterfragen. Indem er Einblicke in visuelle Prozesse und Praktiken gibt, trägt er zur konstruktiven Meinungsbildung und zum Meinungsaustausch in der öffentlichen Debatte bei.

Während seiner Residenz im Arc wird Ward an seinem Forschungsprojekt In and Out of Europe arbeiten. Dieses im Sommer 2016 begonnen Projekt basiert auf früheren Studien zur Mobilität auf dem europäischen Kontinent und zeigt sein Unbehagen gegenüber der aktuellen Diskussion über Mobilitätsströme und wie diese heute reguliert werden.

Den Ausgangspunkt der Forschungsarbeit bilden Abbildungen von isolierten Debatten über die Ströme aus und nach Europa – zum Beispiel zu der Flüchtlingskrise, zum Brexit und zum TTIP. Diese scheinbar isolierten Phänomene sollen anschliessend in Bezug zueinander gesetzt werden. Im Rahmen dieser teils visuellen und teils ethnografischen Forschungsarbeit wird er eine Viererserie produzieren: zur Mobilität von Produkten und Dienstleistungen, von Menschen, von Kapital sowie von Information und Wissen. Mit dieser Serie soll gezeigt werden, in welcher Beziehung diese Ströme zueinander stehen und wie diese Beziehungen in der Debatte über die Mobilität und über die europäischen Grenzen neue Perspektiven eröffnen. Im Arc wird er sich Zeit für die theoretische Forschungsarbeit und das Schreiben nehmen und Fachleute aus verschiedenen Gebieten interviewen.

Projekte

Datum

09. - 29. MAI 2017
30. JAN - 05. FEB 2018
15. - 19. JUN 2018