Gast

Sheila Ghelani


Die Arbeiten von Sheila Ghelani sind vielfältig, genau wie die Medien, die sie dafür einsetzt. Sie variiert kongenial Performances, Installationen, Events mit Publikumsbeteiligung und bewegte Bilder. Die Künstlerin, die ursprünglich eine Ausbildung in zeitgenössischem Tanz absolvierte, arbeitet sowohl allein wie in Kollaboration mit anderen Kunstschaffenden.

Ihr Interesse gilt der Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft. Den Akzent legt sie dabei auf die Vermischung von Bereichen, auf Übergänge und Grenzüberschreitungen, kontrollierte experimentelle Inszenierungen, Medizin und Pflege im Alltag sowie die Auslotung von Farbe, Genetik und Liebe. Sie ist Meisterin darin, Unbeteiligte in ihre Kunst einzubeziehen und das Kunstwerk für den Betrachter einleuchtend abzurunden.

Ihr Kunstschaffen bezieht häufig in verschiedener Weise Performance, Sprachspiele und Sprechakte mit ein. Dazu gehören häufig das gesprochene und geschriebene Wort sowie die Verwendung von zahlreichen sorgfältig komponierten Artefakten und Handlungen. Deshalb beschreibt sie ihr Kunstschaffen manchmal als «Choreografie der Artefakte». Sie liebt es, Dinge zu zerkleinern, auseinander zu brechen und zu vermischen.

Sie hat ihre Arbeiten in Ausstellungen und an Kunstmessen in ganz Europa gezeigt, darunter das Londoner South Bank Centre, das Festival Belluard Bollwerk International in Freiburg (CH), das Fierce Festival in Birmingham, das NRLA in Glasgow, das Trouble Festival in Brüssel, der Performance Space in Sydney und die Wellcome Collection in London.

Sie ist auch langjähriges Mitglied der Künstlergruppe «Blast Theory» und hat in England wie auch international in zahlreichen Projekten dieser und anderer Formationen von Kunstschaffenden mitgewirkt. Sie lehrt an Kunsthochschulen, betreut dabei regelmässig Künstler und Studenten und hält Vorträge.

Anlässlich des Arc-Eröffnungsfestes präsentiert Sheila Ghelani ihr Projekt Covet Me, Care For Me im Mönchshaus der Abtei von Romainmôtier. Dort fordert sie die Besucher auf, ein Werk mit hochgradig symbolischem Inhalt anzufassen: ein fragiles Herz aus geblasenem Glas, das sein Inneres nicht versteckt und es sich nicht nehmen lässt, sein Schlagen hören zu lassen. Die kleinen Objekte, mit denen es gefüllt ist, symbolisieren Anhänglichkeit, Schmerz, Traurigkeit, Liebe und vor allem Hoffnung.

Während ihrer Künstlerresidenz im Arc wird sie an ihrem neuen Werkkomplex mit dem Titel Elemental arbeiten, den sie vor Kurzem mithilfe eines Forschungsstipendiums des Wellcome Trust begonnen hat. Mit Elemental ist ein vierteiliges Werk geplant, das sich aus Sulphur, Atmospheric Forces, Breath und Flow zusammensetzt. Sulphur, das erste Werk der Serie, ist als textbasierte Performance für drei Darsteller konzipiert. Sheila arbeitet derzeit im Arc an einem Skriptentwurf für dieses Werk.

Gallerien

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Eröffnungsfest

79 Bilder

Datum

16. MAI 2015
16. - 24. OKT 2016
03. JUN 2017
30. JAN - 05. FEB 2018
15. - 19. JUN 2018

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